Ausbildung in den Trümmern

Verschüttete Personen werden nach Gebäudeeinstürzen, Gasexplosionen, Naturkatastrophen, Flugzeug- oder Bahnunglücken gesucht.

Wenn die Rettungshundeteams zur Trümmersuche eintreffen, sind schon andere Rettungsteams an der Unglücksstelle im Einsatz.

Polizei, Feuerwehr, evtl. THW sind mit Räumgerät vor Ort. Der Hund muss also trotz einer erheblichen Geräuschkulisse, trotz unterschiedlichster Geruchsquellen und ungewohntem Szenario hochkon-zentriert arbeiten.

.

Die Hunde kommen wegen der unterschiedlichen Schichtungen der Trümmerlagen oft gar nicht richtig an ihr Opfer heran und müssen über größere Entfernungen gut lenkbar sein. Fundierte Kenntnisse des Hundeführers in der Trümmerkunde sind unbedingt erforderlich, damit Gefahren erkannt werden und der Hund möglichst zuverlässig gelenkt werden kann.

Der Hund muss richtig entscheiden können, wo er die meiste Witterung bekommt um dann dort das Opfer durch Verbellen anzuzeigen.

Zur Absicherung der ersten Anzeige wird noch ein weiteres Team zur Bestätigung in den zugewiesenen Trümmerbereich geschickt.
Nicht zu vergessen ist das hohe Verletzungsrisiko für die Hunde, die sich frei in einsturzgefährdeten Bereichen bewegen.

Unser Trümmergelände

Wir können für die Ausbildung der Hunde eine ehemalige Fabrik in Bielefeld verwenden, die eine vielfältige Ausbildung in verschiedenen Schwierigkeitsgraden erlaubt. So gibt es dunkle Räume, Treppen mit Durchggängen zu verschiedenen Räumen, verschiedene Untergründe, Tief- und Hochverstecke. Der Zahn der Zeit nagt am Gelände, wo 1998 der Betrieb eingestellt wurde und so gibt es Bereiche, die eingefallen sind und nicht mehr betreten werden dürfen.

Trotzdem ist hier eine gute Ausbildung auf den späteren Ernstfall möglich. Jährlich finden hier auch Rettungshundeprüfungen statt.